Leistungen
Belastungs-EKG (Ergometrie)
Viele Beschwerden zeigen sich erst, wenn der Kreislauf gefordert wird — beim Treppensteigen, beim Sport, unter Zeitdruck. Das Belastungs-EKG bildet genau das kontrolliert nach: Sie treten auf dem Fahrradergometer gegen einen stufenweise steigenden Widerstand, während EKG, Blutdruck und Ihre Beschwerden fortlaufend erfasst werden.
Wann ist die Untersuchung sinnvoll?
- Beschwerden unter Belastung — Brustenge, Luftnot oder ungewöhnliche Erschöpfung, die in Ruhe wieder verschwinden.
- Blutdruckverhalten unter Belastung: Manche Blutdruckprobleme zeigen sich erst bei Anstrengung — auch bei unauffälligen Ruhewerten.
- Rhythmusstörungen unter Belastung, etwa Extraschläge, die beim Sport zunehmen oder verschwinden.
- Einschätzung der Belastbarkeit — vor dem Wiedereinstieg ins Training, nach einer Erkrankung oder im Rahmen des Herz-Checks.
- Verlaufskontrolle bei bekannter Herzerkrankung unter Therapie.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Kommen Sie in bequemer Kleidung, in der Sie sich bewegen können, und vermeiden Sie unmittelbar vorher eine schwere Mahlzeit. Nach dem Anlegen der EKG-Elektroden und der Blutdruckmanschette beginnt die Belastung auf niedriger Stufe und steigt in festen Intervallen — bis zur Ausbelastung oder bis ein Abbruchkriterium erreicht ist. Sie bestimmen mit: Bei Beschwerden wird die Belastung sofort beendet. Nach der Belastung läuft die Aufzeichnung in der Erholungsphase weiter, denn auch sie ist diagnostisch aufschlussreich. Planen Sie insgesamt etwa 30 Minuten ein.
Die gesamte Untersuchung findet unter ärztlicher Überwachung statt — mit kontinuierlichem EKG und regelmäßigen Blutdruckmessungen.
Was zeigt das Belastungs-EKG?
- EKG-Veränderungen unter Belastung, die auf eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels hinweisen können.
- Das Blutdruck- und Frequenzverhalten — angemessener Anstieg, überschießende Reaktion oder fehlende Reserve.
- Belastungsabhängige Rhythmusstörungen.
- Die erreichte Leistung in Watt — ein konkreter, im Verlauf vergleichbarer Wert für Ihre Belastbarkeit.
Grenzen der Untersuchung
Das Belastungs-EKG ist ein bewährter erster Schritt, aber kein endgültiger Beweis: Es kann eine koronare Herzkrankheit weder sicher nachweisen noch sicher ausschließen. Bei unklarem Ergebnis oder konkretem Verdacht ist die Stress-Echokardiographie die aussagekräftigere Untersuchung — sie zeigt zusätzlich zum EKG, ob und wo sich der Herzmuskel unter Belastung schlechter bewegt. Beide Untersuchungen führen wir in unserer Praxis durch; welche für Ihre Fragestellung die richtige ist, besprechen wir vorab.
Häufige Fragen
Muss ich sportlich sein? Nein. Die Belastung beginnt niedrig und wird an Ihre Leistungsfähigkeit angepasst — vom untrainierten Einsteiger bis zum ambitionierten Sportler.
Soll ich meine Medikamente vorher absetzen? Setzen Sie nichts eigenständig ab. Ob ein Medikament — etwa ein Betablocker — vor der Untersuchung pausiert werden sollte, hängt von der Fragestellung ab und wird vorab mit Ihnen besprochen.
Was passiert bei einem auffälligen Ergebnis? Dr. Rus bespricht das Ergebnis direkt mit Ihnen und legt die nächsten Schritte fest — von der weiterführenden Bildgebung bis zur Anpassung der Therapie. Die Empfehlung steht ausformuliert in Ihrem schriftlichen Befundbericht.
Dr. med. Ramona Rus — Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie · Zuletzt geprüft am 12.06.2026