Leistungen
Ultraschall der Hauptschlagader
Die Aorta ist das größte Blutgefäß des Körpers. Mit dem Alter und unter dem Einfluss von Risikofaktoren kann sich ihre Wand im Bauchabschnitt erweitern — meist langsam, über Jahre, und fast immer ohne Beschwerden. Eine solche Erweiterung (Aneurysma) macht sich oft erst bemerkbar, wenn sie gefährlich wird. Der Ultraschall erkennt sie vorher: einfach, schmerzfrei und zuverlässig messbar.
Was wird untersucht?
Der Schallkopf stellt die Bauchaorta von der Zwerchfellhöhe bis zur Aufzweigung in die Beckengefäße dar. Gemessen wird vor allem der Durchmesser: Bis etwa 2,5 Zentimeter gilt er als normal, ab 3 Zentimetern spricht man von einem Aneurysma. Beurteilt werden außerdem Wandveränderungen und die Form der Erweiterung.
Wann ist die Untersuchung sinnvoll?
- Als einmalige Früherkennung ab dem mittleren Lebensalter — insbesondere für Männer ab 65 ist das Bauchaorten-Screening ein etablierter Standard, für Raucher und bei familiärer Vorbelastung auch früher.
- Bei familiärem Aneurysma: Erweiterungen der Aorta kommen familiär gehäuft vor.
- Zur Verlaufskontrolle einer bekannten Erweiterung — in festgelegten, vom Durchmesser abhängigen Intervallen.
- Im Rahmen des Herz-Checks oder des Bauch-Ultraschalls, wo die Aorta ohnehin mit beurteilt wird.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Sie liegen auf dem Rücken; der Schallkopf wird mit Kontaktgel über den Bauch geführt. Die Untersuchung dauert etwa 10 bis 15 Minuten und ist völlig schmerzfrei. Günstig ist ein möglichst leerer, blähungsarmer Magen — Darmgas kann die Sicht auf die tief liegende Aorta beeinträchtigen.
Was folgt aus dem Befund?
Ein normaler Durchmesser ist eine belastbare Entwarnung — bei unauffälligem Screening genügt in der Regel die einmalige Untersuchung. Eine leichte Erweiterung wird nicht operiert, sondern kontrolliert: in regelmäßigen Abständen, die sich nach dem Durchmesser richten, kombiniert mit der konsequenten Behandlung der Risikofaktoren — allen voran Blutdruck und Rauchstopp. Erst größere Aneurysmen ab etwa 5 bis 5,5 Zentimetern werden gefäßchirurgisch beurteilt; in diesem Fall vermitteln wir Sie an erfahrene Spezialisten aus unserem Netzwerk und begleiten Sie weiter.
Dr. med. Ramona Rus — Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie · Zuletzt geprüft am 12.06.2026