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Doppleruntersuchung der Beinarterien

Wadenschmerzen beim Gehen, die in Ruhe nachlassen — die „Schaufensterkrankheit“ — sind das bekannteste Zeichen einer Durchblutungsstörung der Beine (periphere arterielle Verschlusskrankheit, pAVK). Häufig beginnt sie aber leise, ohne typische Beschwerden. Die Doppleruntersuchung macht die Durchblutung der Beinarterien messbar — und sie liefert eine Information, die über die Beine hinausreicht: Eine pAVK ist fast immer Ausdruck einer Arteriosklerose des gesamten Gefäßsystems, das Herz eingeschlossen.

Was wird untersucht?

Mit Doppler- und Duplexverfahren werden die Becken- und Beinarterien beurteilt: der Blutfluss, seine Geschwindigkeit und sein Kurvenprofil, Engstellen und Verschlüsse sowie deren Lage. Ergänzt wird die Untersuchung in der Regel durch den Knöchel-Arm-Index — eine einfache Druckmessung, die das Ergebnis in einer einzigen, gut vergleichbaren Zahl zusammenfasst.

Wann ist die Untersuchung sinnvoll?

Wie läuft die Untersuchung ab?

Sie liegen entspannt; die Arterien werden an Leiste, Knie und Knöchel mit dem Schallkopf aufgesucht und gemessen. Die Untersuchung dauert etwa 20 Minuten, ist schmerzfrei und ohne Strahlung. Eine Vorbereitung ist nicht nötig.

Was folgt aus dem Befund?

Eine nachgewiesene Durchblutungsstörung ändert zweierlei. Für die Beine: strukturiertes Gehtraining und die Behandlung der Risikofaktoren sind die Grundlage; höhergradige Engstellen mit relevanten Beschwerden bespricht man mit der Gefäßmedizin — wir vermitteln Sie dafür an erfahrene Kolleginnen und Kollegen. Für das Gesamtrisiko: Eine pAVK stuft das Herz-Kreislauf-Risiko insgesamt höher ein, mit entsprechend konsequenteren Zielwerten für Blutdruck und Blutfette. Beides — die Befunde und die daraus folgenden Empfehlungen — erhalten Sie im ausführlichen schriftlichen Befundbericht.

Dr. med. Ramona Rus — Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie · Zuletzt geprüft am 12.06.2026