Leistungen
Rhythmussprechstunde
Kaum ein Herzthema verunsichert so sehr wie ein unregelmäßiger Herzschlag — und kaum eines braucht so viel Einordnung: Vieles, was sich dramatisch anfühlt, ist harmlos; manches, was kaum auffällt, ist behandlungsbedürftig. Für genau diese Einordnung gibt es in unserer Praxis die Rhythmussprechstunde — mit der Zeit, die das Thema verdient.
Für wen ist die Rhythmussprechstunde gedacht?
- Herzstolpern, Herzrasen, Aussetzer — gelegentlich oder anfallsweise, mit oder ohne Schwindel.
- Neu festgestelltes Vorhofflimmern oder Vorhofflattern — für die ausführliche Besprechung: Was bedeutet die Diagnose, was folgt daraus?
- Bekannte Rhythmusstörungen in der Verlaufskontrolle, auch Extraschläge (Extrasystolen), deren Bedeutung einmal gründlich geklärt werden soll.
- Auffällige Messungen von Smartwatch oder Blutdruckgerät: Immer öfter meldet zuerst die Uhr einen unregelmäßigen Puls. Solche Hinweise nehmen wir ernst — und prüfen sie mit medizinischer Messtechnik nach.
- Unklarer Puls — zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig getastet.
Was passiert in der Sprechstunde?
Am Anfang steht das ausführliche Gespräch: Wie fühlen sich die Episoden an, wann treten sie auf, was löst sie aus, was beendet sie? Darauf baut die gezielte Diagnostik auf — je nach Fragestellung:
- Ruhe-EKG als Ausgangspunkt,
- Langzeit-EKG über 24 bis 72 Stunden, um anfallsweise Störungen zu fassen,
- Echokardiographie, um eine strukturelle Ursache zu erkennen oder auszuschließen,
- Laborwerte einschließlich Schilddrüse — eine Überfunktion ist eine der behandelbaren Ursachen (ggf. ergänzt um den Schilddrüsen-Ultraschall),
- Belastungs-EKG, wenn die Beschwerden an Anstrengung gekoppelt sind.
Und dann? Die Einordnung
Am Ende steht eine klare Antwort auf drei Fragen. Ist es gefährlich? Viele Extraschläge sind es bei gesundem Herzen nicht — auch das ist ein Befund, der Ruhe schafft. Braucht es Schutz? Bei Vorhofflimmern gehört die sorgfältige Abwägung des Schlaganfallrisikos und eines gerinnungshemmenden Schutzes zur Kernaufgabe der Sprechstunde. Braucht es Behandlung? Von der Korrektur einer Ursache über Medikamente zur Frequenz- oder Rhythmuskontrolle bis zur Frage, ob eine Katheterablation sinnvoll ist — kommt ein Eingriff in Betracht, vermitteln wir Sie an erfahrene Rhythmologen aus unserem Netzwerk und begleiten Sie davor und danach.
Alle Befunde, die Einordnung und die Empfehlungen erhalten Sie, wie nach jeder Untersuchung bei uns, in einem ausführlichen schriftlichen Befundbericht.
Dr. med. Ramona Rus — Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie · Zuletzt geprüft am 12.06.2026